Drei Worte, ein Weg: Loslassen, Annehmen, Ankommen

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Es ist mal wieder spät geworden und du sitzt auf deiner Couch. Der Tag war eigentlich ganz gut. Trotzdem fühlst du dich total erschöpft. Deine Beine sind schwer, dein Kopf fühlt sich dicht an.  

 

Du fragst dich, wann das endlich aufhört, dass du so K.O. bist. 

 

Dabei ist heute nichts Besonderes passiert. Der Tag war ganz normal. Du hast heute Morgen dein Dankbarkeitstagebuch geschrieben, 15 Minuten meditiert und dich positiv auf den Tag eingestimmt.

 

Lange gehalten hat das nicht. 

Und ganz ehrlich: Du ziehst das schon eine Weile so durch. In den ersten Tagen und Wochen war es richtig gut. Du dachtest, du hättest die Nuss geknackt. 

 

Und jetzt sitzt du wieder hier, ausgelaugt und kraftlos und fragst dich, warum es bei dir nicht einfach so entspannt laufen kann, wie du es dir wünschst. Und ich wette du kennst den Gedanken: Was stimmt mit mir nicht? 

 

Mit dir ist alles richtig 

 

Diesen Moment sehe ich bei den vielen Frauen, bevor sie sich Unterstützung suchen. Und er bedeutet nicht, dass du zu wenig getan hast. Eher im Gegenteil. 

 

Es ist ein Trugschluss zu glauben, dein Leben wird leichter, wenn du nur deine Routinen und Methoden durchziehst. Was du tust, ist nicht falsch. Aber es hält dich im Funktionsmodus. 

 

Du glaubst, du müsstest noch mehr tun, um dich endlich anders zu fühlen. Und der Effekt hält nicht, weil das, was darunter liegt, nie wirklich angeschaut wurde. Das ist, als würdest du Make-up auftragen, bevor du dir das Gesicht gewaschen hast. 

 

Was ich mit meiner Morgenroutine nicht fühlen wollte

 

Ich kenne das von mir. Meine Morgen waren minutiös durchgetaktet: Meditation, Buch lesen, Tee trinken, Bewegung. Perfekt in den Tag starten, dann müsste ich mich ja gut fühlen. 

 

Die ehrliche Version: Ich wollte die Schwere und den Druck nicht fühlen, mit denen ich in den Tag gestartet bin. Die Routine war meine Methode alles im Griff zuhaben.

 

Irgendwann fand ich das buchstäblich zum Kotzen. Es hat ja nichts gebracht. Also habe ich mich dafür verurteilt. Bei mir ist eben Hopfen und Malz verloren. Noch mehr Druck, obendrauf. 

Dann habe ich die Routine aufgegeben und die nächste probiert. Und die nächste. Immer auf der Suche nach der perfekten Methode. 

 

Loslassen kannte ich natürlich. In der Theorie. Alter Hut, hatte ich alles schon gehört. Aber zwischen Wissen und Erleben liegt eine ganze Welt. Und ich hatte Angst, dass ich in der Tiefe gar nicht an meine Themen herankomme. Dass bei mir etwas nicht funktioniert. 

 

Gelernt habe ich es mit einer Mentorin an meiner Seite. Und mit dem Mut, mich in den Wind zu stellen und trotzdem geradeaus zu schauen. 

 

Drei Worte, ein Weg 

 

Seitdem begleite ich Frauen nicht mit noch mehr Wissen. Sondern mit einer Bewegung aus drei Worten. Keine Schritte zum Abhaken. Eher ein kleiner Kreislauf, der sich immer wieder dreht. 

 

Annehmen. 

Das fängt bei mir meistens an. Gefühle da sein lassen, auch die unbequemen. Auch Wut, Hass und Trauer. Ihnen zuhören und nichts damit machen müssen. Nur damit sein. Heute stehe ich mit der Schwere und dem Druck auf und beobachte, wie sie in meinem Körper auftauchen. Mein Körper spürt den Druck. Aber ich bin nicht der Druck. Und mir passiert nichts, wenn ich mit ihm durch den Tag gehe. 

 

Loslassen. 

Das ist nicht das Wort, das du schon hundertmal gelesen hast. Es heißt, Muster nicht an der Oberfläche zu verwalten, sondern an der Wurzel aufzulösen. Dazu gehört, wirklich hinzuschauen. Genau das hat Morgenroutine nie geleistet. 

 

Ankommen. 

Das ist kein Endpunkt, auch wenn viele das hoffen. Es kommt in Wellen. Themen tauchen wieder auf, die losgelassen werden wollen. Aber es wird feiner. Du bist nicht mehr so tief involviert, du weißt, dass du durchgehen kannst, und du wirst dankbar für die Stressreaktionen, die dich bisher geschützt haben. Es wird leiser in dir. Und der Druck verliert jedes Mal ein Stück an Gewicht, wenn er gesehen wird. 

 

Du bist nicht am Anfang 

 

Wenn du das hier liest, bist du nicht am Anfang. Du hast gelesen, reflektiert, ausprobiert und viel verstanden. Du bist an eine Grenze gekommen, die du mit mehr vom Gleichen nicht überschreitest. Ich nenne sie den Deckel. Du spürst, dass darunter etwas liegt und kommst nicht heran. So sehr du dich auch anstrengst. 

 

Vielleicht brauchst du nicht noch mehr Verständnis. 

Vielleicht brauchst du Zugang. 

 

Wo stehst du gerade? 

 

Frag dich einmal in Ruhe: Wo bist du gerade zwischen diesen drei Worten? 

Versuchst du noch, etwas wegzumachen? 

Oder spürst du, dass es Zeit wird, hinzuschauen? 

 

Wenn du spürst, dass es Zeit ist, den Deckel zu heben, habe ich dir 10 Tage dafür vorbereitet. 

Kostenlos, direkt in dein Postfach. 

👉 Der Deckel – Du fehlst dir

Vielleicht ist das der Moment, nicht noch mehr zu tun, sondern hinzuschauen.

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